interview
Interview mit H.T.
Riethausen:
Wann hast Du angefangen zu
schreiben? Die ersten Märchen und Geschichten
habe ich meiner jüngeren Schwester schon als Zehnjähriger
erzählt sowie im Deutschunterricht als Aufsätze
geschrieben. Professionell habe ich mit 23 Jahren
angefangen zu schreiben. Damals verarbeitete ich die Trauer
über den Tod einer sehr guten Freundin in meinem ersten
Fantasy-Märchen "Fluch des Hasses". Danach merkte ich, dass
mir das "Geschichten erzählen" Spaß macht und dass es im
Bekanntenkreis gut ankommt.
Sind die "Giftigen Tränen" Dein
einziger Roman? Der einzige, veröffentlichte -
bisher. Für 2010 ist der zweite Roman "Bitterer Zucker"
geplant. Er spielt im Jahre 1950 in Frankfurt am Main und
dreht sich um die Homosexuellen-Prozesse, die sich tatsächlich
ereignet haben. Teilweise ist der Roman also
authentisch. Außerdem sind in den letzten 20 Jahren -
bisher noch unveröffentlicht - 3 Fantasy-Märchen, 1 Märchen, 1
Geister-Geschichte, 1 Disney-Abenteuer, der 1. Teil einer
Atlantis-Trilogie, der 1. Teil einer
Zeitmaschinen-Abenteuerreihe sowie ein Band mit Gedichten und
Kurzgeschichten entstanden.
Du hast in Deinem Leben an vielen Orten
gewohnt. Im hessischen Frankfurt am Main, im unterfränkischem
Saaletal, im badischen Karlsruhe und jetzt in Hamburg. Welcher
Ort hat Dir am besten gefallen und welcher Zeitabschnitt war
für Dich am Wichtigsten? Schwer zu sagen.
Jeder Zeitabschnitt war auf seine Weise wichtig. Jeder Wohnort
hatte seine Sonnenseiten. Meine Kindheit und Jugend im
ländlichen Saaletal hat meine Liebe zur Natur geprägt. Die
Zeit in Frankfurt ließ mich erwachsen werden. Die Jahre in
Baden-Württemberg führten mich zielstrebig auf den
buddhistischen Weg. Mein Neuanfang in Hamburg hat mir bei der
Neu-Orientierung und bei der Selbstfindung geholfen und mich
vielleicht ans Ziel meiner Reise geführt.
Du hast
drei Berufe aufzuweisen: Gärtner, Tierpfleger und Autor.
Welchen bevorzugst Du? Keinen alleine. Die Kombination aus Gärtner und Tierpfleger ergänzt sich perfekt. Allerdings ist für mich
der Beruf des Tierpflegers eher Berufung als Beruf. Man
muss Idealist sein und diesen Beruf mit ganzem Herzen leben.
Meine Schreiberei ist ein vollkommener geistiger Ausgleich zur
körperlichen Arbeit. Schreiben alleine würde mich nicht
ausfüllen. Es ist wie im Leben auch. Alle Bausteine zusammen
ergeben ein vollendetes Mosaik. Einzelne Steine für sich sind
unvollkommen.
Deine Wünsche für die Zukunft?:
- einen
Bekannten- und Freundeskreis in Hamburg.
Die etwas kühlere Art in der Hansestadt lässt das
Entstehen von sozialen Kontakten ein wenig länger
dauern. Gut Ding will Weile haben, aber
als Buddhist glaube ich an das Gute im Menschen und gebe die
Hoffnung nicht auf ;-)
- den Partner für
Liebe und Leben, der mich zum Träumen und Lachen bringt.
(gerne mit braunen Augen)
- Glück und
Erfolg mit meinen Romanen.
Es macht mir Spaß,
Geschichten zu erzählen. Außerdem finde ich es schön,
Leseratten Freude schenken zu können.
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